Das war: Leben in Ost und West

Ein schöner Erfolg war der Vortrags- und Diskussionsabend in der Kaminstube Zlabinger. Corona-bedingt waren nur 50 Personen mit Sicherheitsabstand zugelassen, und nur ein Sessel blieb unbesetzt.

In seinem spannenden, mitunter beklemmenden Vortrag über das Leben in der DDR, garniert mit Fotos aus den Achtziger-Jahren, entführte Dr. Stefan Wolle die Besucher in eine andere Welt, was bei denen, die sie kannten, allerlei Gefühle auslöste.

Die Zeitzeugenbefragung durch Moderator Thomas Samhaber verlief mit je zwei gebürtigen „Wessis“ und „Ossis“, nämlich Yvonne Birghan-van Kruyssen, Katja Wolle, Clemens Haas und Teamleiter bei EiS Wolfgang Leidenfrost. Dabei wurden Erinnerungen aufgefrischt und Erlebnisse geschildert, die ab und an tragikomisch wirkten.

Hernach meldeten sich einige der Zuseher und lieferten noch Erfahrungsberichte im Zusammenhang mit Bewohnern der DDR.

Einen ausführlichen Bericht mit zahlreichen Fotos ist unter diesem Link zugänglich.

Wer den Video-Mitschnitt des Abends in voller Länge anschauen möchte, kann hier klicken.

Das war der faszinierende Balladenabend in Großhaselbach

Die wenigen, die ihn erlebt haben, werden den Theaterabend mit Thomas Samhaber nicht so schnell vergessen. Balladeske Dichtkunst aus tausend Jahren wurde geboten, 14 Werke und zwei Zugaben auswendig deklamiert. Gruselig zwar und manchmal schaurig haben alle Balladen aber einen tieferen Sinn, was das Verhalten von Menschen untereinander unter bestimmten Bedingungen betrifft.
Samhaber hat es geschafft, die Intentionen der deutschen Dichter wunderbar dem Publikum näher zu bringen. Leider war jenes sehr überschaubar…
Die Veranstaltung musste Corona-bedingt vom 8. Mai auf den 4. September verschoben werden.

Thomas „Sam“ Samhaber bei der Performance der modernen Ballade „Da Hofer“ von Ambros/Prokopetz – ist ja auch deutsch und makaber…

Halbzeit-Foto. [NÖN, Angelika Koll]

Ein ausführlicher Bericht mit Fotogalerie ist unter diesem Link einsehbar.

Absagen und Verschiebungen

Leider ist, genau wie alle anderen Organisationen und Menschen auch, Europa in Schwarzenau von der momentanen Corona-Situation stark betroffen.

Geplante Veranstaltungen mussten abgesagt oder (falls möglich) in den Herbst verschoben werden.

Definitiv abgesagt werden mussten bisher:

– Deutschland erfahren –
Gemeinsame Busreise nach Südwestdeutschland

– Rätselrallye Deutschland
im Rahmen der Ferienaktion der Gemeinde

– Volkstanzfrühschoppen mit Volksmusikmesse
der Volkstanzgruppe d‘ Haselbacher

Doch noch endgültig abgesagt werden musste das
Internationale Storytelling Festival
ursprünglich verschoben auf den 2. Oktober 2020
Für Schulklassen zwei Vorstellungen
um 9:00 und um 11:00 Uhr
im Kulturstadl beim Döllerwirt in Großhaselbach

wie auch
Die lange Nacht der fantastischen Geschichten
ursprünglich verschoben auf den 2. Oktober 2020
Beginn um 19:30 Uhr
im Kulturstadl beim Döllerwirt in Großhaselbach

Nicht einmal unter strengsten Corona-Maßnahmen durchgeführt werden kann:

  • Adventmarkt in Schloss Schwarzenau
    am 21. + 22. November 2020
    mit EiS-Info-Hütte und deuscher Handwerkskunst

Somit ist das zweite Deutschland-Jahr mit nur der Hälfte der ursprünglich geplanten Veranstaltungen umgegangen.
Das Team von EUROPA in SCHWARZENAU bedankt sich bei allen Besuchern und Mitwirkenden für tolle Events, großartiges Engagement und viel Geduld.

Seien Sie auch 2021 dabei, wenn BULGARIEN am Programm steht! Dieses nahezu unbekannte Balkan-Land einmal näher kennenzulernen ist mit Sicherheit eine Bereicherung, nicht nur für die Bevölkerung der Marktgemeinde Schwarzenau. Hoffentlich macht uns nicht wieder DIE oder eine andere Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Sind wir also positiv eingestellt – weil negativ getestet – und harren der Dinge, die da kommen werden.

Fröhliche Weihnachten und einen trotz aller Einschränkungen ebensolchen Jahreswechsel wünscht

EUROPA in SCHWARZENAU

 

 

Das war die Radwanderung durch das Fenstermuseum

Sechzig Räder – zwei pro Fahrzeug – starteten am 18. Juni die Radwanderung durch das Fenstermuseum, wobei der längere Parcours über die Katastralgemeinden abgefahren wurde. Uli Küntzel gab erheiternde Zusatzinformationen zu den elf Museumstafeln, Pia Søndergaard überraschte mit einer Flötenweise und Mitmachmusik, Thomas Samhaber rezitierte Walther von der Vogelweide, Anastasius Grün und Erich Kästner, mit Zugaben von Wolf Biermann und den Beatles. Zu guter Letzt verteilte Sylvia Küntzel selbstgemachte Kekse nach Rezept aus der Hansestadt Hamburg an die Teilnehmer, die sich mit lautstarkem Applaus für die gelungene Veranstaltung bedankten.

Einen Bericht mit umfangreicher Fotogalerie gibt es hier.

Auf der Reeperbahn…

Mit gar so großem Andrang hatte niemand gerechnet, als sich am 21. Februar 2020 zunächst der große Saal und dann noch die Zlabingersche Kaminstube mit großteils in Seemannskleidung erscheinenden Besuchern füllte. E.i.S.-Teamchef Wolfgang Leidenfrost moderierte die Abendveranstaltung, die mit einem Auftritt von Uli Dolenberg – Uli Küntzel als Udo Lindenberg – begann: Der Klassiker „Reeperbahn“. Danach berichtete Wolfgang Leidenfrost von seiner Zeit als Seemann auf Schiffen der Handelsmarine. Man erfuhr skurrile Details vom Leben an Bord und in Hafenstädten rund um den Globus, und das in sehr viel Humor verpackt. Im Anschluss daran trat der „Matrosenchor Schwarzenau 1889“ mit einer Reihe von schönen, alten Seemannsliedern auf, begleitet mit dem Akkordeon von Martina Wurz und mit der Gitarre von Josef Klinger. Es wurde mitgesungen und geschunkelt, was das Zeug hielt. Dann wurde erstmal stilecht gegessen. Wirt Werner Zlabinger kam ordentlich ins Schwitzen, mussten doch fünfzig vorbestellte Portionen Finkenwerder Kutterscholle verteilt werden. Nach der Essenspause erschien das Männerballett von Elisabeth Leidenfrost, wobei Ronald Kloiber, Josef Kammerer, Gerald Glaser, Johann Fuchs und Wolfgang Leidenfrost in Tütüs die Lacher auf ihrer Seite hatten. Nachfolgend präsentierte der Matrosenchor die zweite Hälfte der einstudierten Seemannslieder und erzeugten eine grandiose Stimmung. Bedankt wurde in der Folge Edi Danzinger aus Schrems, der kurzfristig für den erkrankten Leo Aschauer als Chorleiter einsprang, und das an seinem Geburtstag. Zum Abschluss gab es mit „Vakuum“ ein zweites Lindenberg-Lied von Uli Küntzel, dass aber im Lärm des euphorisierten Publikums am Faschingsfreitag deutlich nach 22 Uhr etwas unterging.

Die Idee zum Reeperbahnabend kam übrigens von Peter Stiegler während der Rückfahrt der Deutschlandreise 2019, bei der auch diese berühmte „Geile Meile“ in Hamburg besucht worden war.

Zu einer Bildergalerie geht es mit diesem Link.

Fröhlich-schräge Faschingsstunde

Bereits der Auftakt zum zweiten Jahr mit Deutschland als Gastland entwickelte sich zu einem Höhepunkt. Die beiden Musikerinnen Pia Søndergaard und Martina Wurz, die sich bei den Proben  zum Eröffnungskonzert 2019 zusammengefunden haben und fortan „Duo WELLENKLANG“ nannten, boten am 16. Februar ab 16:16 Uhr 16 verschiedene Gustostückchen in musikalischer oder auch literarischer Form dar. Das Spektrum reichte vom deutschen Mittelalter über Barock und Moderne bis zur Zeitgenossenschaft. Das Instrumentarium umfasste neben zahlreichen Flöten von Baßblockflöte bis Garkleinflötlein Akkordeon, Harfe, Tamburin und Schellenband. Natürlich wurden auch die Stimmen tonal bis atonal eingesetzt. Das Publikum, welches aus so vielen Gästen bestand, dass in der Kaminstube noch Sitzgelegenheiten zusätzlich bereitgestellt werden mussten, wurde bei Word-Raps plus Body-Percussion der speziellen Art mit einbezogen.

Wir dürfen gespannt sein auf das Konzert am 28. März, bei dem sich zu den beiden sympathischen Musikerinnen mit Martina Hirnschall eine ebenso dritte dazugesellt und von Andrea Aschenbrenner, Silvia Slerka, Harald Mössl sowie Schüler*innen des Musikschulverbandes Vitis (zu dem auch Schwarzenau zählt) komplettiert wird. Dann gibt es eine Uraufführung der deutschen Komponistin Mareike Lenz betitelt „El Sueño, von der bereits ein Stück beim fröhlich-schrägen Fasching zu hören war.

Aufgrund Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus muss die Veranstaltung abgesagt werden!

Deutschland in Bildern

Am 7. November fand im Rahmen von Europa in Schwarzenau – Gastland Deutschland – ein Lichtbildervortrag von und mit
Hans Hinterleitner statt. Er zeigte Bilder aus Deutschland zu verschiedenen Jahrzehnten und aus unterschiedlichen
Perspektiven und würzte seinen Vortrag mit spannenden und unterhaltsamen Geschichten. Mit seinen kabarettistischen Dialekteinlagen sorgte Ulrich Küntzel für eine heitere Ergänzung. Er lieferte tiefe Einblicke in die sprachliche Vielfalt und zeigte auf, dass man in unserem Nachbarland mehr als nur Piefkinesisch spricht.

Dem zahlreich erschienen Publikum gefiel es und es spendete beiden Referenten immer wieder viel Applaus.

Der letzte Programmpunkt heuer: Der Adventmarkt im Schloss Schwarzenau von Sa., 23. – So., 24. November, mit Kulinarik und Handwerkskunst aus Deutschland!

Und auch im nächsten Jahr steht Deutschland wieder im Mittelpunkt von Europa in Schwarzenau. Programm download