Das erste Deutschland-Jahr bei EUROPA in SCHWARZENAU hat am 7. April bereits die beiden eröffnenden Events erleben lassen.

Schwarzenau. Vor zehn Jahren wurde EUROPA in SCHWARZENAU als Ableger der Aktion gemeinde21 aus der Taufe gehoben. Deutschland ist das zehnte Land, das näher vorgestellt wird. Und das nicht zufällig, jährt sich heuer doch zum 30. Mal der Fall der Berliner Mauer und damit auch der Fall des Eisernen Vorhanges quer durch den Kontinent.

Musikalisches Intro

Das Blockflöten-Ensemble der Musikschule des Gemeindeverbandes Vitis mit den Schülern Clemens Pfeffer, Helene Elsigan, Sarah Scheidl und Carina Bittermann spielte gemeinsam mit dessen Leiterin Martina Wurz und Pia Søndergaard Stücke deutscher Komponisten vom Frühbarock bis zur Moderne. Natürlich durfte die deutsche Nationalhymne (aus dem Kaiserquartett von Josef Haydn) und die Europahymne (aus der 9. Sinfonie von Ludwig v. Beethoven) nicht fehlen. Die beiden Erwachsenen hatten sich im Zuge der Proben zum Duo „Wellenklang“ zusammengetan und ihren Premierenauftritt anlässlich mit virtuosen Interpretationen weniger bekannter Komponisten aus Deutschland zelebriert.

Wanderung durchs Fenstermuseum

Zum Abschluss des Konzerts zogen die FlötenspielerInnen aus dem Kindergarten aus und ließen das Publikum hinterherlaufen, wie beim „Rattenfänger von Hameln“. Gleich beim ersten Fenster um die Ecke blieb man stehen, um das Exponat erklärt zu bekommen. So ging es auch weiter bis zum zehnten Fenster im Bahnhofsbereich, wobei in den meisten Fällen die Autoren selbst zusätzliche Informationen zu den Schautafeln geben konnten. Das Fenstermuseum, in seiner Form einzigartig in Europa, wurde vor exakt 14 Jahren von Thomas und Brigitte Samhaber verifiziert.

Musikulinarium südwestdeutscher Art

Am Abend füllte sich der Schlosssal im Gasthaus Kaminstube mit wissbegierigen Besuchern, die sich von Wolfgang Leidenfrost, leidenschaftlicher Badener, das schwäbisch-alemannische Leben erklären ließen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von bekannten Stücken von Komponisten von G.F. Telemann bis Hans Zimmer, großartig vorgetragen von Pia Søndergaard auf verschiedenen Blockflöten.
Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg – erst 1952 als solches entstanden – weist einige Besonderheiten auf, aber auch einige Gemeinsamkeiten mit anderen Gegenden Deutschlands, so die Spuren des Dreißigjährigen Krieges. Leidenfrost verstand es mit Herz, Hirn und Dialekt die wesentlichen Charakteristika der eigentlich zwangsweise vereint gewordenen Volksgruppen auf humorvolle Art zu erläutern. Unterbrochen wurde sein Vortrag durch die drei Gänge des angebotenen schwäbischen Menüs, bestehend aus Flädlesuppe, Rahmschnitzel mit Spätzle und schlotzigem Kartoffelsalet sowie Nonnenfürzle mit Puderzucker und Vanillesauce. Zum Trinken gab es Spätburgunder Weißherbst und Kirschwasser. Man schlemmte, lachte und applaudierte herzlich.
Als nächstes steht die Busreise vom 27. Mai bis 1. Juni nach Dresden, Berlin und Hamburg am Programm. Die Mindestteilnehmeranzahl ist erreicht, es sind aber noch Restplätze buchbar unter: (02849) 2247 bzw. regen@schwarzenau.at

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